Parkinson-Risiko

Studie liefert Hinweise auf erhöhtes Parkinson-Risiko bei Menschen mit Autismus

Das Deutsche Ärzteblatt berichtete im Juni 2025 über eine Registerstudie aus Schweden, die auf einen Zusammenhang zwischen Autismus und einem erhöhten Risiko für Parkinson hinweist. Grundlage der Untersuchung waren landesweite Gesundheitsregister mit Daten von mehr als zwei Millionen Menschen, darunter mehrere zehntausend Personen mit einer Autismus-Diagnose.

Die Auswertung zeigte, dass Menschen mit Autismus im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ein etwa vierfach erhöhtes Risiko hatten, im Laufe ihres Lebens an Parkinson zu erkranken. Gleichzeitig bleibt Parkinson insgesamt eine seltene Erkrankung, auch innerhalb dieser Gruppe.

Auffällig war, dass die Parkinson-Diagnose bei Menschen mit Autismus teilweise in einem vergleichsweise jungen Lebensalter gestellt wurde. Der beobachtete Zusammenhang blieb bestehen, auch nachdem Faktoren wie Geschlecht, Begleiterkrankungen und Medikamenteneinnahme statistisch berücksichtigt wurden.

Zur Ursache äußert sich die Studie nicht abschließend. Diskutiert werden mögliche gemeinsame biologische Grundlagen, darunter Veränderungen im Dopaminsystem sowie genetische Faktoren, die bei beiden Erkrankungen eine Rolle spielen könnten. Diese Zusammenhänge gelten bislang als Forschungsansätze und sind nicht abschließend geklärt.

Die Ergebnisse deuten auf einen statistischen Zusammenhang zwischen Autismus und Parkinson hin, ohne eine Ursache-Wirkung-Beziehung nachzuweisen. Sie machen deutlich, dass Autismus auch im Zusammenhang mit langfristigen neurologischen Entwicklungen betrachtet werden sollte und unterstreichen den Bedarf an weiterer Forschung.

Quelle: ¬ Deutsches Ärzteblatt – Juni 2025
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